Immer wieder muss er zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus eingewiesen werden.
Dann sagen liebe Menschen zu mir "jetzt kannst du dich ausruhen" oder "jetzt hast du etwas Zeit für dich" usw.
Das genaue Gegenteil ist der Fall, doch das kann sich keiner vorstellen.
Jeder Krankenhausaufenthalt ist für uns immer sehr anstrengend und belastet uns beide physisch und psychisch bis an die Grenzen.
Ein hypoxischer Hirnschaden, schwerstpflegebedürftig und behindert - solche Patienten sind in der Universitätsklinik Tübingen nicht vorgesehen, deshalb werden solche Patienten pflegerisch nicht behandelt und versorgt, medizinisch werden immer wieder Therapien nicht mit mir abgesprochen und ohne meine Einwilligung Eingriffe vorgenommen, die dann meistens fatale Folgen haben und einen längeren oder erneuten Klinikaufenthalt erfordern.
Ich muss ihn in der Universitätsklinik meistens komplett selber pflegen und versorgen. Das heißt für mich zwischen acht und zehn Stunden in der Klinik sein, ihn unter erschwerten (auch körperlichen) Bedingungen pflegen und versorgen.
Pflegematerialien, Hilfsmittel sind für mich dort nur schwer zu bekommen und wir müssen meistens eine lange Wartezeit z.B. auf eine Urinflasche in Kauf nehmen. Aufstehhilfen für Bett oder Rollstuhl gibt es nicht, ich muss mich körperlich in allen Bereichen viel mehr anstrengen, wenn ich ihn z.B. in den Rollstuhl setzen will, als zu Hause.
Zähneputzen, Körperpflege, Haarwäsche usw. alles ist schwieriger als zu Hause und das muss ich übernehmen, denn wenn ich es nicht mache, dann macht es niemand.
Ich bin der Ansicht, dass auch ein kranker, pflegebedürftiger Mensch das Recht auf Körperhygiene und Körperpflege hat, das gehört für mich auch zur "Würde des Menschen"!
Toilettenstuhl, Rollstuhl sind nicht im Zimmer - ich muß mich selber darum kümmern und oft lange warten, dass er diese bekommt.
Servietten gibt es für ihn nicht. Getränke bekommt er nur, wenn ich sie für ihn hole, einschenke und gebe. Wenn ich ihm kein Essen gebe, dann bekommt er auch nichts, denn das Essen wird auf den Tisch gestellt - für ihn unerreichbar.
Einmal bat ich im Universitätsklinikum Tübingen um Hilfe bei der Pflege. Die Antwort der Krankenschwester: "Wir sind ein Akut-Krankenhaus und kein Pflegeheim".
Bei ihm lösen diese Vernachlässigungen und die vielen Schwierigkeiten natürlich Ängste und Unsicherheiten in allen Bereichen aus und tragen nicht unbedingt zu einer schnellen Genesung bei.
Für die vielen pflegenden Angehörigen, die selbstverständlich kostenlos in der Klinik pflegen, gibt es keine Rückzugsmöglichkeit, keine Möglichkeit wenigstens fünf Minuten Ruhe zu haben oder bequem zu sitzen.
Weil ich ihn Nachts nicht auch noch - nach einem langen Pflegetag - pflegen wollte, weil ich einfach müde war, wurde er um 22.30 Uhr nach Hause gebracht.
Die Diskriminierung von behinderten und schwerstpflegebedürftigen Menschen wir in allen Bereichen von Tag zu Tag schlimmer.
Herzinfarkt - Herzstillstand - mehrfache Reanimation - hypoxischer Hirnschaden - homöopathische Behandlung... Er lebt sein neues Leben mit Freude, Mut, Optimismus, Ausdauer und Willen... Impressum: R. Haug-Henseler, Knollstr. 2, 72072 Tübingen
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Montag, 1. Februar 2016
Er muss im Krankenhaus meistens von Angehörigen gepflegt werden.
Dienstag, 17. September 2013
MRSA Infektion der Blase und andere lebensbedrohliche, iatrogen verursachte Komplikationen in der Urologie UKT.
Dem Tod wieder sehr nahe durch schwere Mängel in der Urologie des Uniklinikums Tübingen.
Ohne Rollstuhl, auf seinen eigenen Beinen gehend, brachte ich Ihn in die Tübinger Urologie.
Fünf Tage musste er in der Klinik auf die Operation vorbereitet werden. Die Operation verlief gut, der riesengroße Nierenstein konnte entfernt werden.
Es war für mich als Homöopathin eine Herausforderung, da sein Gesamt-Zustand jetzt eine wichtige Rolle bei der Wahl des passenden Arzneimittels spielte und ich längst nicht mehr nach klinischen Gesichtspunkten sondern streng nach den Regeln Hahnemanns die Arznei für ihn wählte.
Doch jetzt, nach der OP begannen die grossen Probleme:
Er bekam sehr hohes Fieber - ein septisches Fieber, er bekam einen paralytischen Ileus (Darmlähmung) und es wurde ihm von den Ärzten zuviel Blutverdünner intravenös gegeben, so dass er Blutungen am ganzen Körper bekam. Er hatte an Händen, Fingern, Armen usw. Blutungen. Der Verdacht auf innere Blutungen war stark, er wurde matter und matter, dazu fieberte er hoch. Wieder war er in einer akut lebensbedrohlichen Situation, nämlich zu verbluten.
Die Ärzte waren nicht sicher, wie sich sein Zustand weiterentwickeln würde und ob man sie die Blutgerinnung wieder in den Griff bekommen würden.
Bange Stunden des Wartens. Es ging ihm sehr schlecht. Ich saß ohne Unterbrechung von 13.00 bis morgens um 5.00 h an seinem Bett und behandelte ihn mit einem homöopathischen Arzneimittel. Gegen 4.00 h stellte sich eine Stabilisierung seines Zustandes ein.
Wenige Tage später wurde er, sehr stark geschwächt, hoch fiebernd, immer noch sehr krank und nicht mehr in der Lage selber zu gehen, aus der Urologie in Tübingen nach Hause entlassen.
Am nächsten Tag wurde er dann in die Tropenklinik in Tübingen eingewiesen. Dort diagnostizierten die Ärzte dann, dass er mit dem MRSA in der Blase infiziert war. Das war dann das nächste Problem.
Drei Wochen musste er auf der Isolierstation behandelt werden, bis sich keine MRSA-Bakterien mehr nachweisen liessen und er kein Fieber mehr hatte.
Der MRSA-Befall in der Blase war für mich ein absoluter Schock. Es stellte sich nun heraus, dass die Urologie des UKT alle Richtlinien der Hygiene missachtet hatte. Sie hatten ihn, trotz des hohen Fiebers nicht einmal behandelt, sondern ihn einfach, schwer krank, nach Hause abgeschoben. Die Urologen der Uniklinik Tübingen hatten uns nicht einmal gesagt, dass er durch sie mit den gefährlichen Keimen MRSA infiziert wurde.
Gehen konnte er bei seiner Entlassung nicht mehr. Seit diesem Zeitpunkt ist er auf einen Rollstuhl angewiesen.
Durch diese Zwischenfälle wurde er in seinem Genesungsprozess stark zurückgeworfen und leidet bis heute an den Folgen.
Er war als Privatpatient und nicht als Chip-Vieh in der Klinik.
(MRSA steht für Methicilin-resistenter Staphylococcus aureus - eine durch den breiten Einsatz von Antibiotika seit den 1960er Jahren zunehmend auftretende resistente Staphylokokkenart. Iatrogen steht für: Durch den Arzt verursacht. Chip-Vieh = gängige Bezeichnung der Mediziner für gesetzlich Krankenversicherte.)
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